Sonntag, 6. September 2015

Was bisher geschah...

4 Tage bin ich nun also schon in Peru, 4 Tage die genauso gut 4 Wochen seien könnten…
Inzwischen sind alles Leute aus Lucre und Oropesa (zwei Dörfer sehr nahe an Cusco) bei ihren Gastfamilien, die alle super nett sind und die Freiwilligen sehr herzlich aufgenommen haben. Das einzige Problem was so ziemlich jeder in seiner Gastfamilie zu haben scheint, sind die Unmengen an Essensbergen, die es zu bezwingen gilt.
Ansonsten haben wir die letzten Tage damit verbracht alle gemeinsam Cusco und die Schulen in dessen Umgebung zu erkunden. Gestern haben wir uns also mit diversen Schulleitern getroffen, der Kurator unsere Stiftung war relativ überraschend auch da, alles in einem hat sich das ganz schön gezogen und wir konnten 4 Schulen überhaupt nicht besichtigen.
Hierzu auch noch eine kurze Anekdote:
In Peru gibt es ein Soft-Getränk, das sich „Inka-Cola“ nennt, es ist super süß, knall gelb und schmeckt wie eine Mischung aus Gummibärchen und Kinderzahnpasta. Dieses Getränk ist in Peru so beliebt, das s Coca-Cola es aufgekauft hat, weil sie es nicht verdrängen konnten. Wie bei so vielen Sachen ist es im wahrsten Sinne des Wortes Geschmackssache, ob man Inka-Cola nun mag oder eben nicht. Ich mags nicht und als wir bei den Schulleitern waren, haben wir alle ein Glas Inka-Cola und ein Stück Kuchen bekommen. Nun musst man das natürlich aufessen/austrinken, also hab ich versucht so viel wie möglich Inka-Cola in den Mund zu nehmen und so selten wie möglich zu schlucken und dann immer mit dem wirklich leckeren Kuchen quasi „nachzuspülen“. Meine Taktik war mittelgut, aber mich hats immerhin nur zweimal gewürgt!
heute haben wir eine kleine Tour durch Cusco gemacht, die noch schöner gewesen wäre hätte es nicht die ersten 2 Stunden durchgeregnet. Wir haben uns ein paar der typischen Tourianziehungspumkte angesehen (darüber werd ich später nochmal was schreiben) und sind zum „Christo Blanco“ hochgewandert, oder in meinem Fall geschlichen.
Der „Chriso Blanco“ ist eine Jesus Statur, die auf einem Hügel/Berg in Cusco steht und über die Stadt wacht, folglich muss man gefühlt 1000 sehr steile Treppenstufen erklimmen um zum Schluss eine unglaubliche Aussicht über Cusco und einen winzigen Teil der Anden zu haben.
Ich war mit Abstand die Langsamste und musste alle 10 Stufen Pause machen, habs am Ende aber doch geschafft, neben meiner auffällig schlechten Kondition, ist besonders der Müll aufgefallen, der überall aber wirklich überall verteilt ist.
Ein Problem, das wir auch in unseren Dörfern bemerkt haben, weswegen wir uns zumindest vorgenommen haben ein Projekt zu diesem Thema zu starten.
Am Montag geht’s dann auch für mich nach Ccapi, mal sehen wie es da so ist, die Gastfamilien hier sind immer ganz schockiert, wenn sie hören, dass da Freiwillige hingehen, da soll es nämlich kalt sein: „In Ccapi haben die schwarz gefrorene Wangen, weil es immer so kalt ist…“, die letzte Generation und unsere Projektleiter konnten weder das mit den Wangen noch das mit der Kälte bestätigen, weshalb ich mir also keine Sorgen mache.
Alles in allen hat mir Cusco (auf Quetchua Qusqo, die Stadt des Pumas, weil ihr Grundriss ursprünglich wie ein Puma aussah…) richtig gut gefallen, denn es ist einfach wahnsinnig vielfältig und sowohl traditionell als auch modern, das war zumindest mein Eindruck. Ich freu mich als schon in 2 oder 3 Wochen wieder hierher zu kommen. Denn Cusco ist quasi die Zentrale, in der sich alle regelmäßig treffen um Dinge zu besprechen, Projekte zu planen etc… und außerdem wohnt meine Zwillingsschwester in Oropesa und die will ich ja auch regelmäßig sehen.
Die Internetsituation ist weiterhin kompliziert und ich hab noch keine Ahnung wie das in Ccapi wird, alles was also Skypen und so angeht wird also noch ein bisschen aufgeschoben, aber nicht aufgehoben!!!
Liebe Grüße aus Peru
Eure Sue


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